Am 25. und 26. Juni 2026 fand in der Kiewer Gemeinde „Pobeda/Victory“ eine Decke des Schweigens Konferenz statt. Über 300 Teilnehmer aus vier Gemeinden kamen zusammen, über tausend weitere verfolgten die Veranstaltung online.
Im Zentrum der Inputs standen die drei wiederkehrende Muster, die die Geschichte von Nationen belasten: Blutschuld, ideologische Verstrickung und Antisemitismus. Jobst Bittner ging zudem auf die ukrainische Geschichte ein, sprach dabei sowohl von den zahlreichen Pogromen an Juden als auch davon, dass die Ukraine das Land mit den meisten anerkannten „Gerechten unter den Völkern“ ist.
Ein wesentlicher Teil der Konferenz fand in Kleingruppen statt, begleitet von geschulten Seelsorgern. Teilnehmer sprachen dort von zum Teil jahrzehntelang verschwiegenen schuldhaften Verstrickungen in Pogrome, dem Gulag-System während der Zeit der Sowjetunion sowie in Missbrauch und Gewalt.
Angesichts des andauernden Krieges sahen viele Teilnehmer das Thema als besonders aktuell für die Ukraine. Pastor Valerij Alimow, Koordinator des Organisationskomitees, formulierte es so: Ziel sei, dass künftige Generationen kein belastetes Erbe, sondern Segen übernehmen. Nach dem Krieg müsse der Weg für eine Versöhnung zwischen Russland und der Ukraine gebaut werden. An der Konferenz nahmen auch Bischof Anatolij Gawryljuk, Pastor Henry Madava (leitender Pastor der Gemeinde „Pobeda“) und Rabbiner Boris Grissenko (Jüdisch-messianische Gemeinde Kiew) teil.





