Decke des Schweigens-Seminar in Leipzig

150 Teilnehmer kamen zum Decke des Schweigens Seminar nach Leipzig. Neben den klassischen Themen wie „Die Decke des Schweigens in der Familie“, „Verstrickungen der Vorfahren in den Nationalsozialismus“ oder „Transgenerationale Übertragungen“ sprach Jobst Bittner bei diesem Seminar über „Die doppelte Betondecke der DDR“. 

Eine Teilnehmerin brach daraufhin das Schweigen über die Verstrickung ihrer Familie in die Stasi und bat andere Teilnehmer, die unter der sozialistischen Diktatur gelitten hatten, um Vergebung. Es kam eine tiefe Bewegung der Buße und Versöhnung über alle Teilnehmer – viele weinten und konnten ihr unter Tränen Vergebung zusprechen. Wir sind dankbar für all die Versöhnung und Heilung, die dadurch bereits passiert ist. 

Auch der zweite Tag war geprägt von der Auseinandersetzung mit den Verstrickungen der Vorfahren in den Nationalsozialismus sowie Befreiung vom Erbe des Kommunismus. Teilnehmer berichteten uns im Anschluss, wie durch das Gebet in den Seelsorgegruppen persönliche Heilung bis hin zu Versöhnung zwischen einzelnen Familienmitgliedern stattfinden konnte. Viele sind jetzt ermutigt, sich der Familienrecherche zu stellen und dadurch die Decke des Schweigens über ihrem Leben und ihrer Familie zu durchbrechen.