Bis vor wenigen Jahren war mir über meine während des Nationalsozialismus lebenden Verwandten nur wenig bekannt, außer dass sie laut überlieferten Erzählungen „in den Krieg mussten“, „Hunger litten“ und vor allem „keine Nazis“ waren. Viele der Erzählungen erschienen mir ungenau. So begann innerhalb meiner Familie aktiv nachzufragen und zu recherchieren. Damit begann für mich und meine Familie ein längerer Prozess der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit unserer Angehörigen. Diese Aufarbeitung war begleitet von Fragen, Unsicherheiten, Ablehnung, aber auch von der Öffnung und Bereitschaft einzelner Verwandte zur Konfrontation mit NS-Täterschaften und Beteiligungen.




