Im November fanden zwei „Decke des Schweigens“-Online-Seminare statt, die live aus Tübingen gestreamt wurden. Etwa 120 Teilnehmer verfolgten die Lehren zu verschiedenen Themen: familiäre Muster, biblische Hintergründe zu Blutschuld und Götzendienst, Antisemitismus, Erziehung im Nationalsozialismus, völkisches Denken, geistliche Bindungen sowie die Rolle der Christen während der NS-Zeit.
Viele Teilnehmer berichteten, dass ihnen Zusammenhänge bewusst wurden, über die sie zuvor nie nachgedacht hatten – besonders im Hinblick auf die eigene Familiengeschichte.
Ehrliche Gespräche und echte Veränderungen
In den Seelsorgegruppen wurde die „Decke des Schweigens“ durchbrochen: Zahlreiche Teilnehmer sprachen offen über das aus, was in vielen Familien jahrzehntelang verschwiegen worden war. Einige berichteten, dass Gott ihnen zeigte, wie bestimmte Verhaltensweisen, Belastungen oder destruktive Muster mit den Erfahrungen und Verstrickungen früherer Generationen zusammenhängen.
Eine Teilnehmerin erkannte, dass Tod und Zerstörung in ihrer Familienlinie mit der Verachtung des Lebens und vergangenem Götzendienst verknüpft waren. Sie entschied sich, dieses Erbe abzulegen – und erlebte spürbare Freiheit.
Eine andere Frau erzählte, dass ihr erst durch das Seminar bewusst wurde, warum in ihrer Familie Härte, Süchte und Missbrauch über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Unmittelbar nach dem Seminar konnte sie mit ihrer Mutter darüber sprechen – etwas, das zuvor unmöglich schien. Ein Teilnehmer berichtete, dass er verstand, wie seine ständige Rebellion ein Erbe seiner NS-belasteten Großeltern war. Als er dies vor Gott bekannte, spürte er, wie eine Last von ihm fiel.





